Mi 25. März 2026 - 19:30
Olaf Latzel

Stichpunkte

1. Die Andacht zu Ps 16,8-10

Ich habe den Herrn allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so wanke ich nicht. Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich; auch mein Leib wird sicher liegen. Denn du wirst mich nicht dem Totenreich überlassen und nicht zugeben, dass dein Getreuer die Verwesung sehe. (Ps 16,8-10)

- Mit dem Herrn fröhlich dem Tod entgegen -

1. Die furchtbare Realität des Todes
2. Die wunderbare Rettung vom Tod
3. Die fröhliche Haltung angesichts des eigenen Todes


2. Die Sterbetabelle des Statistischen Bundesamt

- Neugeborene haben: Jungen 78,5 und Mädchen 83,3
- mit 20 Jahren haben: Männer 59 und Frauen 63
- mit 40 Jahren haben: Männer 39 und Frauen 43
- mit 60 Jahren haben: Männer 22 und Frauen 25
- mit 80 Jahren haben: Männer 8 und Frauen 9
- mit 100 Jahren haben: Männer 2 und Frauen 2


3. Zehn Zentralaussagen der Bibel über den Tod

Es gibt drei verschiedene Arten des Todes in der Bibel:
a) den biologischen Tod Alles Fleisch ist Gras und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, denn das Herrn Odem bläst darein. Ja Gras ist das Volk! Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich. (Jesaja 40,6-8)

b) den geistlichen Tod
Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten. (Eph 5,14)

c) den ewigen Tod
Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tode. (Offb 2,11)

Der Tod ist der Lohn, das Ergebnis, der Sünde Der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn. (Röm 6,23)

Der Tod beraubt allen irdischen
Wir haben nichts in die Welt gebracht; darum werden wir auch nichts hinausbringen. (1.Tim 6,7)

Der Tod steht in der alleinigen Verfügungsgewalt Jesu
Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offb 1,17-18)

Der Tod ist von Jesus besiegt
Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium, für das ich eingesetzt bin als Prediger und Apostel und Lehrer. (2.Tim 1,10-11)

Der Tod als wird am Ende der Zeiten in die Hölle geworfen
Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. (Offb 20,13-14)

Der Tod ist im Himmlischen Jerusalem nicht mehr existent
Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;  4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. (Offb 21,3-4)

Der Mensch wird vom Herrn vor die Wahl zwischen Leben und Tod gestellt
Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böse. Wenn du gehorchst den Geboten des Herrn, deines Gottes, die ich dir heute gebiete, dass du den Herrn, deinen Gott, liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte hältst, so wirst du leben und dich mehren, und der Herr, dein Gott, wird dich segnen in dem Lande, in das du ziehst, es einzunehmen. Wendet sich aber dein Herz und du gehorchst nicht, sondern lässt dich verführen, dass du andere Götter anbetest und ihnen dienst, so verkünde ich euch heute, dass ihr umkommen werdet. (5.mo 30,15-18)

Der wiedergeborene Christ braucht den Tod nicht zu fürchten
Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! (1.Kor 15,55-57)

Der Mensch soll über den Tod nachdenken
Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf das wir klug werden. (Ps 90,12)


4. Das ganze menschliche Leben als Kette von Endgültigkeits/Todeserfahrungen!
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon.
(Pred 3,1-9)

- Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. (Pred 3,1) -

1. Die körperlichen Endgültigkeits/Todeserfahrungen:
- Klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit. (Pred 3,4)
- Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre sich nahen, da du wirst sagen: »Sie gefallen mir nicht«; ehe die Sonne und das Licht, Mond und Sterne finster werden und Wolken wiederkommen nach dem Regen, – zur Zeit, wenn die Hüter des Hauses zittern und die Starken sich krümmen und müßig stehen die Müllerinnen, weil es so wenige geworden sind, und wenn finster werden, die durch die Fenster sehen, und wenn die Türen an der Gasse sich schließen, dass die Stimme der Mühle leiser wird, und wenn sie sich hebt, wie wenn ein Vogel singt, und alle Töchter des Gesanges sich neigen; wenn man vor Höhen sich fürchtet und sich ängstigt auf dem Wege, wenn der Mandelbaum blüht und die Heuschrecke sich belädt und die Kaper aufbricht; denn der Mensch fährt dahin, wo er ewig bleibt, und die Klageleute gehen umher auf der Gasse; – ehe der silberne Strick zerreißt und die goldene Schale zerbricht und der Eimer zerschellt an der Quelle und das Rad zerbrochen in den Brunnen fällt. Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist Verwirf mich nicht im Alter, verlaß mich nicht, wenn ich schwach werde. (Pred 12,1-7)

2. Die beruflichen Endgültigkeits/Todeserfahrungen:
- Pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit. (Pred 3,2)
- Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie brachten die Boote an das Land und verließen alles und folgten ihm nach. (Lukas 5,10-11)

3. Die sozialen Endgültigkeits/Todeserfahrungen:
- Herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit. (Pred 3,5)
- Er sprach zu einem anderen: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben; du aber gehe hin und verkündige das Reich Gottes. (Lk 9,59-60)

4. Die lokalen Endgültigkeits/Todeserfahrungen:
- Abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit. (Pred 3,3)
- Sie sprachen zu Mose: Waren nicht Gräber in Ägypten, dass du uns wegführen musstest, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Ägypten geführt hast. Haben wir es die nicht schon in Ägypten gesagt: Laß uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen? Es wäre besser für uns, den Ägyptern zu dienen als in der Wüste zu sterben. (2.Mo 14,11-12)

5. Die ultimative Endgültigkeits/Todeserfahrung:
- Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit. (Pred 3,2)
- Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. (1.Mo 3,19)


5. Der Text: 2.Kö 13,21-22

Als aber Elisa gestorben war und man ihn begraben hatte, fielen streifende Rotten der Moabiter ins Land Jahr um Jahr. Und es begab sich, dass man einen Mann zu Grabe trug. Als man aber einige Leute von ihnen sah, warf man den Mann in Elisas Grab. Und als er die Gebeine Elisas berührte, wurde er lebendig und trat auf seine Füße. (2.Kö 13,21-22)


6. Die Auslegung zu 2.Kö 13,21-22: Eine seltsame Beerdigung, die vieles über den Tod sagt
1. Die Beerdigenden, die auf der Flucht vor dem Tode sind
2. Der zu Beerdigende, der neues Leben angesichts des Todes erhält
3. Der Beerdigte, der über den Tod hinaus wirkt

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