Stichpunkte
1. Die Andacht zu Mal 1,1-5
Auspruch: Dies ist das Wort des Herrn für Israel durch Maleachi. Ich habe euch lieb, spricht der Herr. Ihr aber sprecht: »Woran sehen wir, dass du uns lieb hast?« Ist nicht Esau Jakobs Bruder?, spricht der Herr; und doch hab ich Jakob lieb und hasse Esau und habe sein Gebirge öde gemacht und sein Erbe den Schakalen zur Wüste. Und wenn auch Edom spricht: Wir sind zerschlagen, aber wir wollen das Zerstörte wieder bauen!, so spricht der Herr Zebaoth: Werden sie bauen, so will ich abbrechen, und man wird sie nennen »Land des Frevels« und »Ein Volk, über das der Herr ewiglich zürnt«. Das sollen eure Augen sehen und ihr werdet sagen: Der Herr ist herrlich über die Grenzen Israels hinaus. (Mal 1,1-5)
- Zentrales über den Herrn -
1. Über die Liebe des Herrn
2. Über die Erwählung des Herrn
3. Über den Zorn des Herrn
4. Über die Herrlichkeit des Herrn
2. Steckbrief: Der Prophet Maleachi
- Man kann wenig Verläßliches sagen über den Propheten (Herkunft, Stand, Hintergrund); lediglich die Zeit seines Wirkens läßt sich eingrenzen auf 480-450 vor Christus; zeitgleich mit Nehemia
- Maleachi wörtl. übersetzt: mein Bote; dabei ergeben sich Fragen im Bezug auf den Namen
- Maleachi = Eigenname
- Maleachi = Amtsbezeichnung des Propheten
- Maleachi = Anspielung auf Mal 3,1 (Siehe ich will meinen Boten senden) als zentraler Schlußpunkt des AT
- Maleachi = Deckname für Esra
3. Gesamtschau auf das prophetische Wirken im Alten Bund
Berufung der Propheten
Gehorsam der Propheten
Das Gespräch der Propheten mit dem Herrn,
Wundertaten der Propheten
Weissagungen der Propheten auf Christus,
Das Leiden der Propheten im Dienst,
Die Gerichtsankündigung über die Fremdvölker
Die Verurteilung des Götzendienstes durch die Propheten
Die Informationen über Kommendes durch die Propheten
Thematisierung von Schuld und Zuversicht – Gesetz und Evangelium durch die Propheten
4. Der Text: Maleachi 2,17-3,24
5. Die Auslegung zu Mal 2,17-3,24
a) Die Angeklagten Ich will zu euch kommen zum Gericht und will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer, Ehebrecher, Meineidigen und gegen die, die Gewalt und Unrecht tun den Tagelöhnern, Witwen und Waisen und die den Fremdling drücken und mich nicht fürchten, spricht der Herr Zebaoth. (Mal 3,5)
b) Die Anklagepunkte (Ihr aber sprecht)
- Die Egalisierung des Tuns Ihr aber sprecht: Wer Böses tut, der gefällt dem Herrn, und an solchen hat er Freude. (Mal 2,17)
- Das Leugnen des Gerichtes Gottes Ihr aber sprecht: Wo ist der Gott, der da straft? (Mal 2,17)
- Das Ablehnen der eigenen Sündhaftigkeit => keine Notwendigkeit Ihr aber sprecht: »Worin sollen wir uns bekehren? (Mal 3,7)
- Das Rausreden aus der Sünde Ihr aber sprecht: Womit betrügen wir dich? (Mal 3,8)
- Das Infragestellen von Gott und seinem Wort Ihr aber sprecht: »Was reden wir gegen dich?« Ihr sagt: »Es ist umsonst, dass man Gott dient; und was nützt es, dass wir sein Gebot halten und in Buße einhergehen vor dem Herrn Zebaoth? Darum preisen wir die Verächter; denn die Gottlosen gedeihen, und die Gott versuchen, bleiben bewahrt. (Mal 3,13-15)
Exkurs: Der Zehnte
Ist’s recht, dass ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt? Ihr aber sprecht: »Womit betrügen wir dich?« Mit dem Zehnten und der Opfergabe! Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt. Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der Herr Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle. (Mal 3,8-10)
c) Die Verurteilung
Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der Herr Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen. (Mal 3,19)
d) Die Freigesprochenen
- Vom Bewahren vor dem Bösen Und ich will um euretwillen den »Fresser« bedrohen, dass er euch die Frucht auf dem Acker nicht verderben soll und der Weinstock auf dem Felde euch nicht unfruchtbar sei, spricht der Herr Zebaoth. Dann werden euch alle Heiden glücklich preisen, denn ihr sollt ein herrliches Land sein, spricht der Herr Zebaoth (Mal 3,11-12)
- Von der Sonne der Gerechtigkeit
Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit. (Mal 3,20)
- Von dem Heil unter den Flügeln
Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. (Mal 3,20)
- Von dem Springen der Mastkälber
Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber. (Mal 3,20)
- Vom Sieg über die Feinde
Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der Herr Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen. Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Staub unter euren Füßen werden an dem Tage, den ich machen will, spricht der Herr Zebaoth. (Mal 3,19-20)
17Ihr macht den HERRN unwillig durch euer Reden! Ihr aber sprecht: »Womit machen wir ihn unwillig?« Dadurch dass ihr sprecht: »Wer Böses tut, der gefällt dem HERRN, und an solchen hat er Freude«, oder: »Wo ist der Gott, der da straft?« 1Siehe, ich will meinen Boten senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt!, spricht der HERR Zebaoth. 2Wer wird aber den Tag seines Kommens ertragen können und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher. 3Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HERRN Opfer bringen in Gerechtigkeit, 4und es wird dem HERRN wohlgefallen das Opfer Judas und Jerusalems wie vormals und vor langen Jahren. 5Und ich will zu euch kommen zum Gericht und will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer, Ehebrecher, Meineidigen und gegen die, die Gewalt und Unrecht tun den Tagelöhnern, Witwen und Waisen und die den Fremdling drücken und mich nicht fürchten, spricht der HERR Zebaoth. 6Ich, der HERR, wandle mich nicht; aber ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein: 7Ihr seid von eurer Väter Zeit an immerdar abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten. So bekehrt euch nun zu mir, so will ich mich auch zu euch kehren, spricht der HERR Zebaoth. Ihr aber sprecht: »Worin sollen wir uns bekehren?« 8Ist’s recht, dass ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt? Ihr aber sprecht: »Womit betrügen wir dich?« Mit dem Zehnten und der Opfergabe! 9Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt. 10Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle. 11Und ich will um euretwillen den »Fresser« bedrohen, dass er euch die Frucht auf dem Acker nicht verderben soll und der Weinstock auf dem Felde euch nicht unfruchtbar sei, spricht der HERR Zebaoth. 12Dann werden euch alle Heiden glücklich preisen, denn ihr sollt ein herrliches Land sein, spricht der HERR Zebaoth. 13Ihr redet hart gegen mich, spricht der HERR. Ihr aber sprecht: »Was reden wir gegen dich?« 14Ihr sagt: »Es ist umsonst, dass man Gott dient; und was nützt es, dass wir sein Gebot halten und in Buße einhergehen vor dem HERRN Zebaoth? 15Darum preisen wir die Verächter; denn die Gottlosen gedeihen, und die Gott versuchen, bleiben bewahrt.« 16Aber die Gottesfürchtigen trösten sich untereinander: Der HERR merkt und hört es, und es wird vor ihm ein Gedenkbuch geschrieben für die, welche den HERRN fürchten und an seinen Namen gedenken. 17Sie sollen, spricht der HERR Zebaoth, an dem Tage, den ich machen will, mein Eigentum sein, und ich will mich ihrer erbarmen, wie ein Mann sich seines Sohnes erbarmt, der ihm dient. 18Ihr werdet am Ende doch sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient. 19Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der HERR Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen. 20Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber. 21Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Staub unter euren Füßen werden an dem Tage, den ich machen will, spricht der HERR Zebaoth. 22Gedenkt an das Gesetz meines Knechtes Mose, das ich ihm befohlen habe auf dem Berge Horeb für ganz Israel, an alle Gebote und Rechte! 23Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt. 24Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern, auf dass ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.