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Gott

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Mi 06. Mai 2026 - 19:30
Olaf Latzel

Stichpunkte

1. Die Andacht zu Röm 10,13

Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, der soll errettet werden. (Röm 10,13)

- Vom heiligen Jesus Namen -

1. Die Bedeutung des Namen Jesu
2. Die Heiligkeit des Namen Jesu
3. Die Anrufung des Namen Jesu


2. Über die Dreieinigkeit (Trinität) Gottes

Gott ist ein dreieiniger Gott
Der Gott der Bibel ist ein dreieiniger Gott. Das ist das erste und wichtigste was es von Gott zu sagen gilt. Er ist ein Wesen, aber offenbart sich in drei Personen, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Die Bibel bezeugt den Herrn als einen dreieinigen Gott, einen trinitarischen Herrn. Das Zeugnis der Dreieinigkeit Gottes findet sich dabei nicht in einem einzelnen Kapitel der Bibel. Genauso wenig wie es eine eigene abgeschlossene Lehre zum Abendmahl, der Sünde oder zur Taufe gibt genauso wenig gibt es eine solche zur Trinität. Man muss um die Trinität Gottes zu verstehen die Fülle aller biblischen Aussagen über den Allmächtigen in der Bibel zusammenstellen und diese in ihrer Gesamtheit betrachten. Dabei ist es hilfreich vier Teilaspekte des Trinitätsgedanken vor Augen haben: Erstens das Gott einer ist, zweitens, dass Jesus Gott ist, drittens, dass der Heilige Geist ebenfalls Gott ist und viertens sich mit den trinitarischen Bezeugungen der Bibel beschäftigen.

1 .Gott ist einer
Die Bibel hält ganz klar fest, dass nur ein Gott existiert und auch nur ein Gott anzubeten ist. Schon das erste Gebot macht dieses deutlich: Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir (2.Mo 20,2-3). Genauso heißt es auch im zentralen Glaubensbekenntnis im Alten Bund: Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein (5.Mo 6,4). Diese Bezeugung des einen Gottes findet sich selbstverständlich auch im Neuen Testament, so etwa bei Paulus. Er schreibt: Obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, es sei im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter und viele Herren gibt, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn (1.Kor 8,5-6). Interessanterweise wird aber gerade in diesem Korintherwort, dass den Monismus Gottes betont, auch davon gesprochen, dass Jesus der Herr ist. Gott ist ein Wesen, aber er offenbart sich in drei unterschiedlichen Personen im Vater, im Sohn und im Heiligen Geist. So bleibt festzuhalten, dass die Bibel einen einzigen Gott bezeugt, der sich aber als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart. Es gibt nur einen Gott, dieser bezeugt sich aber in drei unterschiedlichen Personen.

2. Die Gottheit Jesu
Die Bibel bezeugt eindeutig, dass Jesus Gott ist. Dieses wir zunächst einmal dadurch deutlich, dass Jesus selber diese Einheit von sich und dem Vater offenbart. So verkündigt der Heiland: Ich und der Vater sind eins (Joh 10,30). An anderer Stelle sagt Jesus: Wer mich sieht, sieht den Vater (Joh 14,8). Daher ruft Jesus folgerichtig auch zum Glauben an ihn selber auf: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben auch wenn er stirbt und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben (Joh 11,25-26). Dieses wäre schlimmste Gotteslästerung, wenn er, Jesus, nicht der lebendige Gott wäre. An vielen Stellen der Heiligen Schrift heißt es immer wieder, dass Gott der Herr ist (2.Mo 20,2). Gott stellt den unbedingten Anspruch an sein Volk, dieses zu glauben, zu bezeugen und zu leben.

Nun bezeugt die Bibel aber zugleich auch, dass Jesus der Herr ist (1.Kor 8,6). Der gebildete Mensch weiß aus der Mathematik, dass wenn zwei Größen einer dritten gleich sind, so sind sie auch untereinander gleich.
Wenn also Gott der Herr ist und Jesus ebenfalls der Herr ist so muss zwangsläufig Jesus Gott sein. Andernfalls würde sich das Zeugnis der Bibel widersprechen, was unmöglich ist.
Diese mittelbare Gleichsetzung Gottes mit Jesus finden wir auch im sogenannten Johannesprolog. Dort heißt es: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. …Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit (Joh 1,1-3 u.14). Jesus ist wahrer Gott, nicht nur irgendein besonderer Prophet oder ausgesuchter Gesandter. An diesem Zeugnis hängt die ganze christliche Botschaft, weil dieses so eminent wichtig für das Kreuzesgeschehen ist. Niemand ist in der Lage die Sünde der ganzen Welt zu tragen als nur der lebendige Gott allein. Am Kreuz stirbt Gott selber. Nicht irgendein Stellvertreter. Er gibt sich selber in die maximale Gottesferne um die fern von ihm lebenden Menschen zu sich zu holen. Stürbe in Jesus auf Golgatha nicht der lebendige Gott selber, so wäre das ganze Kreuzesgeschehen kraft- und wirkungslos.
Die Gottheit Jesu offenbart sich aber auch an zahlreichen anderen Stellen der Bibel, besonders dort, wo dem Heiland Anbetung zuteilwird. Dieses geschieht etwa durch die Weisen aus dem Morgenland (Mt 2,11), durch den geheilten Blinden zu Jerusalem (Joh 9,38) oder durch die Jünger bei der Himmelfahrt (Lk 24,51). Anbetung steht jedoch allein Gott zu (Offb 19,10). An anderen Stellen in der Bibel, etwa bei versuchter Engelanbetung, wird diese Anbetung scharf zurückgewiesen, weil Anbetung eben nur Gott zusteht. Wenn nun die Anbetung von Jesus ein Teil des biblischen Zeugnisses ist, so erklärt sich dieses unzweideutig durch die Gottheit Jesu. Diese Anbetung findet ihren Höhepunkt in der all umfassenden Anbetung Jesu, wenn er das Gericht halten wird. Der Apostel Paulus berichtet davon, dass sich dereinst alle Knie beugen müssen vor Jesus und alle Zungen bekennen werden, dass Jesus der Herr ist. (Phil 2,9-11). Auch im Bekenntnis des ungläubigen Thomas gegenüber Jesus wird die Gottheit Jesu im Glauben erkannt. Thomas, der zunächst die Auferstehungsberichte seiner Mitjünger bezweifelte, bekennt nach der Begegnung mit dem Herrn gegenüber Jesus: Mein Herr und mein Gott. (Joh 20,28). Darin vollzieht sich bei ihm das, was jedem Menschen passiert, der den Schritt vom Unglauben zum Glauben getan hat: er erkennt, dass Jesus wahrer Gott ist. Diese Gotteserkenntnis in Jesus Christus ist der Kern des christlichen Glaubens. Diese zentrale Erkenntnis der Bibel, der Gottheit Jesu, haben die Väter im Glauben zu formulieren versucht und diese in kurzen Bekenntnissen festgehalten. So zum Beispiel in den drei altkirchlichen Glaubensbekenntnissen. Von Jesus heißt es etwa im Niacaenum, dass er Gott aus Gott ist, Licht aus Licht, wahrer Gott aus wahrem Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater und das durch ihn, Jesus, alles geworden ist, was im Himmel und was auf Erden ist.


3. Die Gottheit des Heiligen Geistes:
Dem biblischen Zeugnis der Gottheit Jesu zu glauben fällt vielen Menschen schwer. Ungleich schwerer tut sich jedoch eine noch viel größere Zahl mit der Gottheit des Heiligen Geistes, obwohl auch dieses eindeutige Zeugnis der Heiligen Schrift ist. Der Heilige Geist ist der Geist Gottes, also Teil des allmächtigen Gottes. Dieses wird schon zu Beginn der Schrift deutlich: Der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser (1.Mo 1,2). Die Bibel beschreibt an vielen Stellen die Eigenschaften des Heiligen Geistes und diese sind unzweideutig göttliche Eigenschaften. Der Heilige Geist ist nach dem Zeugnis der Bibel allgegenwärtig (Ps 139,7), allwissend (1. Kor 2,11), souverän (Joh 3,8) und ewig (Heb 9,14). Im 2. Korintherbrief wird bezeugt, dass der Herr Geist ist (2.Kor 3,17). Die Gottheit des Heiligen Geistes erschließt sich auch, wenn man das Verhältnis von Jesus, der wahrer Gott ist, zum Heiligen Geist betrachtet. Die Evangelien bezeugen, dass Jesus durch den Heiligen Geist gekommen ist. So verkündet der Engel dem Josef: Was deine Frau Maria empfangen hat, das ist vom Heiligen Geist (Mt 1,20). Und an Maria richtet er die Worte: Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden (Lk 1,35).

Auch zu Beginn seiner irdischen Tätigkeit ist es notwendig, dass Jesus mit dem Geist gefüllt wird. Daher wird er auch bei seiner Taufe mit dem Geist ausgerüstet und beginnt seine Mission. Dazu schreibt der Evangelist: Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn (Mk 1,11).
Jesus selber bringt in seiner Verkündigung die Gottheit des Heiligen Geistes zum Ausdruck: Wer etwas redet gegen den Menschensohn (das ist Jesus selber), dem wird es vergeben, wer aber etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird es nicht vergeben werden, nicht in dieser und auch nicht in jener Welt (Mt 12,32).
In der Apostelgeschichte wird vom Betrug des Hananias und seiner Frau berichtet. Bemerkenswert ist, dass Petrus bei der Aufarbeitung dieses Vergehens Gott selbstverständlich mit dem Heiligen Geist gleichsetzt. Lukas schreibt: „Petrus aber sprach: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen und etwas vom Geld für den Acker zurückbehalten hast? Hättest du den Acker nicht behalten können, als du ihn hattest? Und konntest du nicht auch, als er verkauft war, noch tun, was du wolltest? Warum hast du dir dies in deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen“ (Apg 5,3-4). Das Zeugnis der Bibel ist eindeutig: der Heilige Geist ist mit dem Vater und dem Sohn der eine wirkliche und wahre Gott.


4. Die trinitarischen Zeugnisse
In der Bibel finden sich zudem zahlreiche Stellen, welche die Dreieinigkeit Gottes bezeugen. So ist es schon im ersten Kapitel der Bibel bemerkenswert, dass es dort heißt: Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel. (1.Mo 1,26) Dieses „Lasset uns Menschen machen“ bezeugt eindeutig ein innertrinitarisches Geschehen beim Schöpfungshandeln. Mit wem sollte Gott sonst geredet haben? Im aaronitischen Segen, den Gott selber anordnet, ist deutlich der dreifache Ansatz zu erkennen: Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Friede (4.Mo 6,24-26). Dreifach wird der Herr mit Namen genannt. Der Herr segnet dreifach, weil er ein trinitarischer Gott ist. Dieselbe trinitarische Struktur findet sich im Engelgesang vor dem Thron Gottes, den der Prophet Jesaja bezeugt: Heilig, Heilig, Heilig ist der Herr Zebaoth. (Jes 6,3) so klingt es vor dem Ewigen. Die dreifache Heiligkeit korrespondiert zum trinitarischen Wesen Gottes. Ganz selbstverständlich geschieht der Bundeschluß des gläubigen Menschen mit dem lebendigen Gott in der Taufe auch im Namen des dreieinigen Gottes: Taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (Mt 28,19). Immer wieder spricht der Heiland Jesus Christus in diesen trinitarischen Wirklichkeiten. Etwa in seinen Abschiedsreden wo er sagt: Der Tröster aber, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern was ich gesagt habe. (Joh 14,26). Oder ein Kapitel später im Johannesevangelium: Wenn aber der Tröster kommen wird, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir (Joh 15,26). Auch die Apostel selber verkündigen und ermahnen in diesen trinitarischen Strukturen. So schreibt Paulus: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen (2.Kor 13,13). Der Apostel Petrus stellt sich in dieser trinitarischen Dimension Gottes vor: Petrus, ein Apostel Jesu Christi, an die auserwählten Fremdlinge, die verstreut wohnen in Pontus, Galatien, Kappadozien, der Provinz Asien und Bithynien, die Gott, der Vater, ausersehen hat durch die Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi (1.Petr 1,1-2). Auch der Apostel Judas bezeugt die Dreieinigkeit Gottes wenn er schreibt: Ihr aber, meine Lieben, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist und erhaltet euch in der Liebe Gottes und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben. (Jud 20f). Aufgrund des biblischen Zeugnisses ist eindeutig festzuhalten, dass sich Gott als ein dreieiniger Gott offenbart. Es gibt einen einzigen Gott in drei Personen und drei Personen in einer Gottheit. Diese drei Personen dürfen nicht ineinander vermengt, noch das göttliche Wesen zertrennt werden. Eine andere Person ist der Vater, eine andere der Sohn, eine andere der Heilige Geist. Zusammen sind sie der eine Gott. Diese biblische Offenbarung ist vom Menschen in dieser Welt nicht vollständig zu verstehen. Es übersteigt seine Erkenntnismöglichkeiten. Aber so ist die Wirklichkeit Gottes.
Sie ist in vielem größer und wunderbarer aber auch geheimnisvoller und unfassbarer als es der Mensch begreifen kann.

Wir haben einen dreieinigen Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.
Es sind drei unterschiedliche Personen, aber es ist eine Gottheit, ein Wesen.


3. Die kirchlichen Bekenntnisse zur Trinität und zum Heiligen Geist

Was wollen Bekenntnisse?
1. In den Glauben einführen - Hinführung zur Schrift
2. Eine Überprüfbarkeit des Glaubens schaffen - Verifikation der Schriftgemäßheit
3. Einen Sprachraum des Glaubens bieten - die Aussagen der Schrift verbalisieren

- Apostolicum (Apostolische Glaubensbekenntnis):
Dreiteilung im Aufbau: 1.Artikel: Gott der Vater - 2.Artikel: Gott der Sohn - 3.Artikel: Gott der Heilige Geist

Ich glaube an den Heiligen Geist.

- Nicaenum (Glaubensbekenntnis von Nizäa Konstantinopel):
Ebenfalls Dreiteilung im Aufbau, wie das apostolische; Ausdehnung des dritten Artikels:
Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird.

- Athanasium (Glaubensbekenntnis des Athanasius):
Dies ist aber der rechte christliche Glaube, dass wir ein einigen Gott in drei Personen und drei Personen in einiger Gottheit ehren. Und nicht die Personen ineinander mengen, noch das göttliche Wesen zertrennen. Eine andere Person ist der Vater, eine andere der Sohn, eine andere der Heilige Geist.

Heidelberger Katechismus:
Frage 25: Was glaubst du vom Heiligen Geist?
Antwort: Der Heilige Geist ist mit dem Vater und dem Sohn der eine wirkliche, ewige Gott.
Frage 53: Was glaubst du vom Heiligen Geist?
Antwort: Erstens, dass er gleich ewiger Gott mit dem Vater und dem Sohn ist. Zweitens, dass er auch mir gegeben ist, mir durch einen wahren Glauben Anteil an Christus und allen seinen Wohltaten gibt, mich tröstet und bei mir bleiben wird bis in Ewigkeit.


4. Theologen zur Trinität

- Martin Luther vergleicht die Trinität mit dem Akt des Siegelns: Siegel, Siegelwachs, Eindrücken des Siegels; alles drei sind im Siegel vorhanden

- Karl Barth baut seine ganze Dogmatik von der Trinitätslehre her auf; laut Barth ist Gott in unzerstörbarer Einheit aber auch in unzerstörbarer Verschiedenheit der Offenbarer, die Offenbarung, das Offenbarsein

Gott ist:
- Der Vater - Der Offenbarer - Die Verhüllung - Der Heilige
- Der Sohn - Die Offenbarung - Die Enthüllung - Der Barmherzige
- Der Heilige Geist - Das Offenbarsein - Die Selbstmitteilung - Die Liebe


5. Infragestellungen des trinitarischen Gottesbildes

- Immer wieder sind im Laufe der Kirchengeschichte die Gottheit Jesu, die Gottheit des Heiligen Geistes und damit auch die Trinität bestritten worden. Zunächst ist es Arius, der Jesus nicht die volle wahre Gottheit zuspricht. Der Arianismus ist in der frühen Kirche eine weit verbreitete Irrlehre und wurde (zurecht) auf das Heftigste bekämpft. Arius gilt auch als der Erzketzer.
- Zum Ende des Mittelalters erlebt die Ablehnung der Trinität im Zuge des Humanismus einen Höhepunkt. Servet wird als Unitarier (=Ketzer) in Genf durch Calvin hingerichtet, in Polen gibt es die Sekte der Socianer (nach dem Gründer Sozzini, auch poln. Brüder genannt), die Jesus nur als sittliches Vorbild sehen aber sein Erlösungswerk in Frage stellen. Diese polnischen Antitrinitarier werden um 1660 aus Polen vertrieben und lassen sich in Siebenbürgen nieder, wo es bis heute noch Reste dieses Irrweges gibt. Auch in den USA gibt es bis heute unitarische Gemeinden.
- Auch die Zeugen Jehovas lehnen das biblische Zeugnis der Dreieinigkeit Gottes ab.
- Alle drei großen Konfessionsfamilien ist das Bekenntnis zum dreieinigen Gott gemeinsam. Alle drei verlangen von ihren Geistlichen die Anerkenntnis der drei altkirchlichen Bekenntnisse zur Abwehr gegen die Antitrinitarier.


6. Das Trinitatisfest als Kirchenjahreszeitliche Besinnung auf die Dreieinigkeit

- Um dem zentralen Dogma des christlichen Glaubens auch gottesdienstlich Bedeutung beizumessen, hat man das Fest Trinitatis in das Kirchenjahr aufgenommen. Dieses geschah um 800 nach Christus in Abgrenzung gegen den Arianismus (Lehre, das Christus nicht wahrer Gott sei) und gegen unitarische Tendenzen, die den christlichen Glauben judaisieren wollten. Das Trinitatisfest feiern wir heute am Sonntag nach Pfingsten und es ist von solch hoher Bedeutung, dass man die Sonntage der „festlose Zeit“ des Kirchenjahres bis zum ersten Advent danach zählt. Es setzt einen dogmatischen Schlusspunkt unter die drei großen Feste der Christen, die ebenfalls die Trinität widerspiegeln: Weihnachten (Werk des Vaters), Ostern (Werk des Sohnes) und Pfingsten (Werk des Heiligen Geistes).
7. Wie ist Gott?
1. Gott ist ein dreieiniger Gott
2. Gott ist ein Gott des Wortes
3. Gott ist ein verborgener Gott
4. Gott ist ein geoffenbarter Gott
5. Gott ist ein liebender Gott
6. Gott ist ein richtender Gott
7. Gott ist ein persönlicher Gott
8. Gott ist ein befreiender Gott
9. Gott ist ein gnädiger Gott
10. Gott ist ein zorniger Gott
11. Gott ist ein allmächtiger Gott
12. Gott ist ein heiliger Gott
13. Gott ist ein ewiger Gott
14. Gott ist ein fordernder Gott
15. Gott ist ein helfender Gott
16. Gott ist ein erschaffender Gott
17. Gott ist ein vernichtender Gott
18. Gott ist ein heilender Gott
19. Gott ist ein barmherziger Gott
20. Gott ist ein vorherbestimmender Gott
21. Gott ist ein souveräner Gott
22. Gott ist ein ordnender Gott
23. Gott ist ein tröstender Gott
24. Gott ist ein zu fürchtender Gott
25. Gott ist ein Freude schenkender Gott
26. Gott ist ein Gott des Friedens
27. Gott ist ein Gott der Hoffnung
28. Gott ist ein lebendiger Gott
29. Gott ist ein herrlicher Gott
30. Gott ist ein zu lobender Gott

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